Kris Pohlmann - Taylor Road

Die Kris Pohlmann Band ist tot - es lebe Kris Pohlmann! 


Ähnlich wie sein Landsmann Danny Bryant, der im letzten Jahr die "Redeyeband" aus seiner Firmierung strich, bleibt nun auch bei dem englischen Sänger/Gitarristen mit Wahlheimat Düsseldorf nur noch sein Eigenname übrig. Mit neuen Mitstreitern, Dennis Bowens am Bass und Daniel Guthausen an der Schießbude, nahm Kris sein drittes Studio-Album "Taylor Road" in der Duisburger Tresorfabrik auf. Zusätzlich übernahm er auch gleich noch, zusammen mit Thomas Hannes, die Produktion des Longplayers, dessen Aufnahmen sich von Januar bis September 2014 erstreckten. Noch eine weitere Neuheit ist zu vermelden, denn diese CD erscheint auf Black Penny Records, dem eigenen, neu gegründeten Label von Kris Pohlmann !


Die elf neuen Songs stammen allesamt wieder aus der Feder von Kris und kommen durchweg energischer und zupackender aus den Boxen, als bei den beiden Vorgängern. Die reine Rockmusik spielt die Hauptrolle und hat den Blues Rock weitgehend verdrängt. Auch auf Balladen, wie noch "Get Away" vom Album New Resolution, wurde verzichtet. Schwere, rifforientierte Songs sind angesagt und ziehen sich durch den ganzen Silberling. Und das steht der Band sehr gut zu Gesicht, denn wer Kris Pohlmann schon mal live auf der Bühne erlebt hat, weiß, dass diese härtere Gangart schon immer seine wahre Stärke war.

Die beiden neuen Bandmitglieder tun ein Übriges dazu, um den Sound der Songs optimal umzusetzen. Daniel Guthausen, der auch schon bei Henrik Freischlader die Felle bearbeitet hat, kann mit seinem punktgenauen und differenzierten Schlagzeugspiel voll überzeugen und schiebt, zusammen mit dem ausgezeichneten Bassisten Dennis Bowens, die Titel so richtig schön an. Diese Rhythmus-Sektion strotzt nur so vor Power und Energie. Und was Kris Pohlmann auf dem Sechssaiter zelebriert, ist allerhöchste Gitarrenkunst. Zudem wirkt seine Stimme noch weiter ausgereift und passt mit ihrem rauen Timbre hervorragend zu diesen Rocksongs, die herrlich roh und ungeschliffen rüberkommen. Hier scheint überall der Geist der Siebziger durch den Raum, ohne auch nur in irgendeinem Augenblick abgekupfert oder altmodisch zu klingen.


Auf "Taylor Road" gibt es einfach keine Schwächen oder Lückenfüller. Insgesamt ist Kris Pohlmann mit "Taylor Road" sein bisher stärkstes Album gelungen. Elf gefühlvolle, einfühlsame und dennoch absolut druckvolle Rocksongs sorgen für eine knappe Stunde bester Unterhaltung. Kris Pohlmann 2014/2015 steht für zeitlose Musik von höchster Qualität!

Quelle: rocktimes.de

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